Schieferwerk 
Grube Rhein

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Grube Rhein 
Naturschiefer      

Entstehung des Schiefers

Im Erdzeitalters des Devon, vor 380 Millionen Jahren gab es im heutigen Bereich des Mittelrheintales ein flaches Meer, das mit Lagunen durchsetzt war und wahrscheinlich Tropenklima hatte. Durch Sedimentation entstanden die Anfänge des heutigen Naturschiefers der Grube Rhein. Dieser in Schichten im Meer abgelagerte Ton wurde durch den Druck der aufgelagerten Masse zu Stein. Im Zuge der variskischen Gebirgsbildung vor etwa 290 Millionen Jahren wurde dieser Stein unter Druck und Temperatur metarmorph umgewandelt. 

Unter dem Druck veränderten sich insbesondere die Glimmerkristalle. Sie ordneten sich plättchenförmig senkrecht zu diesem Druck und haben Ihre größte Bindung in dieser Ebene. Diese feinen Glimmerschichten sind die Ursache für die Spaltbarkeit des Materials, die Schieferung.

Wenn die Schichtung aus dem Meer und die Schieferung parallel verlaufen, dann entsteht abbauwürdiger Schiefer. Je gleichmäßiger die Einregelung der Minerale erfolgt, umso dichter ist die Verzahnung in einer Ebene. Dies ergibt die hohe Festigkeit dünner Platten, wie sie typisch für die Dachleien sind.

Neben diesen geologischen und physikalischen Voraussetzungen für Dachschiefer sind selbstverständlich die Anforderungen an die chemische Zusammensetzung zu beachten. Alle Verunreinigungsstoffe, wie z.B. Erze, Kalke, aber auch Tier- und Pflanzenreste beeinflussen die Qualität des Naturschiefers.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein reines Ausgangs-material und die tektonischen Einwirkungen auf das Gestein, über die Qualität des Naturschiefers entscheiden. Das Rheinische Schiefergebirge umfasst eine große Fläche. Nur an wenigen Stellen gibt es die optimalen Bedingungen zur Gewinnung von hochqualitativem Schiefer. Sogar innerhalb der Grube Rhein gibt es nur in bestimmten Streichen von etwa 200 - 300 m Breite die idealen abbauwürdigen Vorkommen.

 

Schieferwerk Bacharach GmbH, Grube Rhein
55422 Bacharach
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