Schieferwerk 
Grube Rhein

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Firmengeschichte

Information


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Grube Rhein 
Naturschiefer      

 

Firmengeschichte Naturschiefer
Die Gewinnung von Dachschiefer aus Grube Rhein

Seit mehr als 2.000 Jahren wird nachweislich aus dem Kauber Schieferzug, der den Rhein zwischen Bacharach und Oberwesel in westöstlichter Richtung durchquert, Schiefergestein gewonnen. Das variskische Gebirge wurde im Laufe von Jahrhundertmillionen abgetragen und besteht heute nur noch aus Rumpfgebirgen. Hinzu kommt, dass der Mittelrhein im Bereich der Grube Rhein in den letzten 25 Millionen Jahren sich 150 m tiefer in die Erde hinein gearbeitet hat, wodurch das Engtal des Mittelrheins entstand, in dem die Schieferlager zu Tage treten.

Die Römer waren ausgezeichnete Bergleute, sie nutzten die vorhandenen Gesteine und haben z.B. den Limes bei Xanten mit Schiefer gedeckt. Bis zum Bau der Eisenbahnen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte ein solch schweres Baumaterial nur per Schiff auf weite Distanzen transportiert werden. Es ist anzunehmen, dass der Schiefer für den Limes von Kaub oder Bacharach kam. Der Standortvorteil der Grube Rhein direkt am Ufer des Rheins gelegen, der als Transportweg genutzt wurde, sorgte für eine frühe Blüte der Gruben am Rhein. Um 1300 sind Schiefergruben im Kauber Schieferzug bereits aktenkundig.

Die Grube Rhein selbst wurde im Jahr 1889 gegründet. Im Pützbachtal - dem Standort der Grube Rhein - gab es damals 4 Gewinnungsbetriebe und noch 2 weitere in der unmittelbaren Umgebung. Durch das Zusammenführen dieser Gruben entstand eine Großgrube, die die Arbeitsteilung einführen konnte. In der Grube wurde sehr früh Elektrizität erzeugt, mit der man Aufzüge und Sägemaschinen betreiben konnte. An das öffentliche Stromnetz wurde die Grube erst 1924 angeschlossen.

In 4 Etagen übereinander wurden Stollen angelegt zur Gewinnung von Dachschiefer. Bei der Gewinnung verbleiben 50 % des hereingewonnenen Materials im Berg und von den nach über Tage transportierten Gesteinen blieben wiederum mehr als die Hälfte auf der Halde. In der Regel konnte die Grube Rhein knapp 20 % der Produktion als Fertigprodukt verkaufen.

Mit dem Einzug des Kunstschiefers Mitte der 60er Jahre begann das große Grubensterben am Rhein. Dies war der Startschuß für den Bau eines Mineralmahlwerks auf dem Gelände der Grube Rhein. Die riesigen Vorräte sowohl im als auch auf dem Berg dienen heute als Rohstofflager für Schiefermehl.

Schieferwerk Bacharach GmbH, Grube Rhein
55422 Bacharach
Telefon 0 67 43 / 10 55 
Telefax 0 67 43 / 27 76
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